Buchrezension von LIEBLINGSFACH-Trainerin Sabine König

Voll Spannung habe ich mich daran gemacht, dieses Buch zu lesen. Von Waldbaden hatte ich schon einiges gehört und es hat mich interessiert näheres darüber zu erfahren. Ich selber fühle mich im Wald sehr wohl, liebe den Geruch und atme immer ganz bewusst tief ein und aus.

Heimweh

Gleich nach dem Vorwort kommt ein Kapitel mit dem Titel „Heimweh“. Beim Lesen fühlte ich mich sofort ertappt. Er beginnt so: „Kennst du das auch? Irgendwie fehlt etwas. Aber was? Da ist so eine unbestimmte Sehnsucht. Vielleicht hole ich mir den 3. Cappuccino, esse etwas Leckeres. Checke zum 20. Mal WhatsApp, Insta und Twitter … und doch ist es das alles nicht wirklich, was diesen subtilen Hunger stillen kann. Hunger? Worauf bloß …?“

Sie beschreibt weiter diesen Hunger als Heimweh zu unserem Ursprung. Zum Beispiel auch spürbar als Fernweh – nach dem Meer oder nach den Bergen. (Genau dieses Fernweh kenne ich sehr gut. Am Meer fühle ich mich geborgen und genieße es einfach nur den Wellen zuzuschauen.)

Unser eigentliches Zuhause, so die Autorin weiter, ist der Wald. Wir sollen in ihm baden, eine Beziehung zu den Bäumen knüpfen und ihn vor allem bewusst und still wahrnehmen und atmen.

Der Wald als Quelle der Heilung

Im Wald wird unsere Seele therapiert, dort können wir – still und meditativ – einen inneren Frieden und Zufriedenheit spüren. Dies gelingt uns, wenn wir mit Achtung und Bewunderung durch den Wald gehen. Wir können so unsere Verwurzelung mit den lebenspendenden Quellen der Erde wieder spüren. Und wenn wir bewusst in diese Welt unserer Herkunft eintauchen, können wir der Schönheit und Heiligkeit des Lebens wieder Respekt schenken.

Der Wald aus wissenschaftlicher Sicht

Auch die Wissenschaft hat die Wirkung des Waldes auf unseren Körper erforscht und ist zu einzigartigen Ergebnissen gelangt:
Bäume kommunizieren miteinander durch Duftstoffe, die sie aussenden: den Terpenen.

Diese haben auf uns eine faszinierende Auswirkung: Es stärkt unser Immunsystem, steigert die Anzahl und Aktivität natürlicher Killerzellen, erhöht den Gehalt bestimmter Proteine, die Herzfrequenz sinkt und der Blutdruck normalisiert sich. Stresshormone werden reduziert und Serotonin ausgeschüttet, was uns Gelassenheit und Heiterkeit schenkt! Ätherische Öle der Waldluft senken den Cholesterinspiegel ebenso wie den Blutdruck. Außerdem verändert sich die Gehirnaktivität und wir kommen zur Ruhe.

Vor allem in der Tumor-/Krebsbehandlung wird der Wald sogar therapeutisch verordnet. Nach einem Waldspaziergang zirkulieren nämlich etwa doppelt so viele Killerzellen im Blut als normalerweise. Diese Killerzellen werden benötigt, um potenzielle Tumorzellen unschädlich zu machen.

Buchrezension-Den Wald atmen

Gabriele Rossbach: Den Wald atmen, ISBN 978-3-86410-227-1 © Windpferd Verlagsgesellschaft mbH, Aitrang

Der Wald ist also eine wahrer Gesundheitsbooster.

Die Autorin geht noch genauer auf die Wirkung von Terpenen ein, aber ich denke, wer bis hierher gelesen hat, ist von der Wirkung eines Waldspazierganges schon überzeugt.

Weiters erklärt die Autorin noch einige Methoden, wie der Wald begangen werden kann:

Das Waldbaden, Atemmeditation im Wald, die Gehmeditation, Wald-Yoga und einiges mehr. Außerdem ist im Buch noch das keltische Baumhoroskop eingefügt. Hier kann jeder selbst schauen, welchen Einfluss sein Baum auf sein Leben hat. Alles in allem ein sehr interessantes kleines Büchlein, dass man immer wieder zur Hand nehmen darf und sich im Wald damit aktiv „berühren“ zu lassen.

Also auf zum nächsten Waldspaziergang – aber still und meditativ und tief ausatmen, damit viel frische Luft in die Lungen kann.

Hier kannst du dir das Buch bestellen: Den Wald atmen  – Gabriele Rossbach

LIEBLINGSFACH Trainerin Sabine König Buchrezension von LIEBLINGSFACH-Trainerin Sabine König

“Gib acht auf dich und sammle Glücksmomente. Dann wird sich deine ganz eigene Schatzkiste öffnen und dir zeigen, wie wertvoll und wundervoll du bist.”

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